Aktuelles
2026
Wie sehen die Moore der Zukunft in Diepholz aus?
Mach mit!
Unser nächster Workshop findet statt! Dieses Mal treffen wir uns im Landkreis Diepholz in der Diepholzer Moorniederung.
Die Diepholzer Moorniederung ist eine einzigartige Landschaft: 15 Hoch- und Niedermoore, der Dümmer-See, Wälder, Landwirtschaft und zahlreiche Naturschutzgebiete prägen die Region. Rund 14 % der Fläche des Landkreises Diepholz sind Moore. Sie sind nicht nur wertvolle Lebensräume, sondern speichern auch große Mengen Kohlenstoff und Wasser und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Doch wie können wir Moore gleichzeitig schützen, nutzen und für die Zukunft erhalten? Neben Wiedervernässung und Naturschutz bieten Nutzungsformen wie Moor-Photovoltaik, Tourismus rund ums Moor und Paludikultur interessante Möglichkeiten.
Was wünschen wir uns für die Zukunft der Moore in unserer Region? Wie sehen die Moore der Zukunft aus? Welche Nutzungsformen sind zukunftsfähig?
Das MOOSland-Forschungsteam der Universität Osnabrück lädt alle Interessierten ein, diese Fragen gemeinsam in einem kreativen Workshop zu diskutieren und Zukunftsvisionen für unsere Moore zu entwickeln. Am Donnerstag, den 5. November 2026 von 14 bis 17 Uhr in den Moorwelten in Wagenfeld-Ströhen.
Anmelden können Sie sich bis zum 01.10.2026 per E-Mail unter
moor-begegnungen@uos.de.
Hoher Besuch im Barver Moor, ein Stakeholder-Treffen zum Thema Moorschutz in der Politik
Am 24.08.2026 fand ein Stakeholder-Treffen auf der Paludikultur Fläche im Barver Moor statt. Die Universität Osnabrück organisierte das Treffen gemeinsam mit der Mission to Marsh gGmbH im Rahmen des Projekts MOOSland. Britta Haßelmann, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Niklas Wagener, Mitglied des Deutschen Bundestages (ebenfalls Bündnis 90/Die Grünen) kamen vorbei, um über Moorschutz und Paludikultur aus der Praxis zu lernen. Vor dem Hintergrund des Antrags „Wasserrückhalt und Resilienz stärken – Einkommensperspektiven für Landwirte schaffen und Moorschutzverfahren beschleunigen“, den Niklas Wagener zusammen mit KollegInnen in den deutschen Bundestag eingebracht hat, wollten wir gemeinsam über Moore für den Natur- und Klimaschutz sprechen, sowie gemeinsam mit Stakeholdern aus der Landwirtschaft, dem Torfabbau, der Wissenschaft und dem Naturschutz über nachhaltige landwirtschafliche Nutzung und den Umgang mit der Ressource Wasser zu sprechen.
Nach einer Führung über die Fläche durch Greta Gaudig und Matthias Krebs fand im Europäischen Fachzentrum für Moor und Klima in Wagenfeld eine offene Diskussionsrunde statt, in der sich die Gelegenheit bot, wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfahrungen aus der Praxis und politische Handlungsmöglichkeiten miteinander zu verbinden. Dieser direkte Austausch ist wichtig, damit die Anforderungen des Moorschutzes in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigt und konkrete Maßnahmen für den Erhalt und die Wiederherstellung von Mooren weiterentwickelt werden können.
Wir sagen Danke für den Besuch und den konstruktiven Austausch und freuen uns, auch zukünftig solche Treffen veranstalten zu dürfen.

Führung über die Testfläche im Barver Moor (von links nach Rechts: Britta Haßelmann, Niclas Wagener, Laura Herzog, Greta Gaudig und Matthias Krebs © Mission to Marsh gGmbH

Britta Haßelmann und Niklas Wagener informieren sich auf der Paludikultur-Testfläche im Barver Moor über die praktische Umsetzung von Moorschutz und Paludikultur. © Mission to Marsh gGmbH

Ann Christin Kornelsen und Niklas Wagener im gemeinsamen Austausch über Torfmoose und Paludikultur im Barver Moor. © Mission to Marsh gGmbH
Land&Forst
auch interessiert an... Torfmoos
17/6/2026 Über den Besuch der Land&Forst auf unserer Torfmoosfläche in Hankhausen haben wir uns sehr gefreut. Daraus ist neben dem Artikel der Printausgabe (Torfmoos statt Torf: Eine Alternative für Blumenerde aus Niedersachsen) auch diese kurze Videoreportage (LAND & FORST - YouTube ) geworden. Vielen Dank!
PhotoVoice im Ammerland
Mach mit!
01/06/2026 Im Rahmen des Stakeholderprozesses findet diesen Sommer im Ammerland ein interaktives Foto-Projekt mit dem Titel "Begegnungen mit dem Moor" statt. In diesem möchten wir erkunden, was Menschen im Ammerland mit dem Moor verbinden und wo sie diesem begegnen.
Waren Sie schon einmal in einem Moor?
Welche Bilder kommen Ihnen in den Kopf, wenn Sie an »Moor« denken?
Genau diesen Fragen möchten wir dabei nachgehen. Das heißt, wir schicken Sie auf die Reise, über zwei Wochen hinweg Ihre Bilder vom Moor festzuhalten. Im Anschluss kommen wir alle zusammen, um uns über die Fotos und Ihre Gedanken über und Begegnungen mit dem Moor auszutauschen.
Geleitet wird das interaktive Foto-Projekt von Carolin Janssen und Ann Christin Kornelsen; beide sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Geographie an der Universität Osnabrück. Das Foto-Projekt ist Teil des Forschungsvorhaben MOOSland.
Eingeladen sind alle, die das Moor (nochmal) neu entdecken möchten. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns über breites Interesse!
Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 07. Juni 2026 über den QR-Code in der Einladung an. Alternativ können Sie sich auch gerne bei Hilke Hinrichs vom LandschaftsinformationsZentrum Ammerland e.V. anmelden unter (1.Vorsitz @liza-ammerland.de).
MOOSland vor Ort
Projekttreffen im EFMK
05/05/2026 Zwischen Torfabbau, Naturschutz und Paludikultur: Alle Partner im Modell- und Demonstrationsvorhabens MOOSland trafen sich in der vergangenen Woche Europäischen Fachzentrum Moor und Klima in Wagenfeld im Landkreis Diepholz.
Neben interaktiven Formaten und dem Besuch der dortigen Moorwelten-Ausstellung standen zwei Exkursionen auf dem Programm. Besucht wurden eine neu eingerichtete Torfmooskultivierungsfläche sowie Flächen des Torfabbaus und des Naturschutzes in der Region.
Es gab ausführlichen fachlichen Austausch: Alle Projektbeteiligten präsentierten ihren aktuellen Forschungs- und Arbeitsstand und diskutierten nächste Schritte im Projekt. Damit wollen die Partner dem Ziel näher kommen, die Torfmooskultivierung zu skalieren und auf großen Flächen möglich zu machen.
Paludikultur - wer, was, wo?
Studie analysiert 146 Projekte in Deutschland
27/03/2026 Das neue Paper „Die Entwicklung der Projektlandschaft zur Paludikultur – Eine Übersicht und Analyse in Deutschland“ zeigt: Von den insgesamt 146 betrachten Projekten aus den vergangenen 25 Jahren starteten erste Vorhaben bereits in den 1990er Jahren – noch bevor der Begriff „Paludikultur“ 1998 geprägt wurde. Mehr als 75 % aller Projekte wurden jedoch in den letzten zehn Jahren umgesetzt, was den wachsenden Stellenwert des Themas unterstreicht.
Die meisten Projekte finden sich in den moorreichen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern (44 Projekte) und Niedersachsen (41 Projekte) führen die Liste an. Die Themenvielfalt dabei ist groß: Besonders in den Jahren 1995 bis 2010 standen Pflanzenbau und Verwertung im Fokus. Betriebswirtschaftliche Aspekte wurden meist begleitend untersucht, während Fragen zu Planung und Genehmigung bisher unterrepräsentiert sind.
Viele Projekte konzentrieren sich auf spezifische Landnutzungs- und Verwertungsoptionen – etwa Torfmoose und Rohrkolben für die Substratherstellung oder Rohrkolben und Schilf als Baustoff. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Projekte, die sich mit einer breiten Palette an Nutzungsmöglichkeiten beschäftigen.
Neben der Publikation in der GMC-Schriftenreihe liegt die vollständige Liste der 146 Projekte als offene Excel-Datei für weitere Arbeiten zum Download bereit. Interessierte können die Autor*innen zudem mit Vorschlägen für weitere Projekte kontaktieren.







